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Kundeninformation – Hitze, Niedrigwasser und Proteste belasten Transportketten

Kundeninformation – Hitze, Niedrigwasser und Proteste belasten Transportketten

Die aktuelle Hitzeperiode in Europa führt zu erheblichen Einschränkungen in der operativen Abwicklung der Seehäfen Rotterdam und Antwerpen. Mehrere Terminals sind derzeit nur eingeschränkt arbeitsfähig oder mussten den Betrieb zeitweise komplett einstellen.

Am Terminal APM2 wurden die Arbeiten aufgrund der Hitze bereits vollständig unterbrochen. Auch für die kommenden Tage sind vergleichbare Massnahmen nicht ausgeschlossen. Zusätzlich haben ECT Delta und Euromax die Abwicklung zeitweise eingestellt: Bei ECT Delta liegt ein Systemausfall vor, während Euromax mit Problemen an der Schieneninfrastruktur kämpft.

Die Einschränkungen betreffen nicht nur einzelne Terminalbereiche, sondern die gesamte operative Leistungsfähigkeit. Umschlagsgeräte wie Kräne und Reach-Stacker fallen aus oder stehen nur begrenzt zur Verfügung. Zudem mussten an einzelnen Seehafen-Terminals LKW-Bereiche geschlossen werden, da der Strassenbelag eine sichere Befahrung offenbar nicht mehr zulässt.

Dadurch sind alle Transportmodalitäten betroffen – Barge, Bahn und LKW. Die ohnehin angespannte Situation wird durch hohe Stellplatzbelegung, reduzierte Umschlagskapazitäten und zusätzliche technische Störungen weiter verschärft. Es ist daher davon auszugehen, dass sich die entstandenen Rückstände nicht kurzfristig aufholen lassen.

Wasserstände auf dem Rhein
Zusätzlich bleibt auch die Situation auf dem Rhein ein wichtiger Faktor. Niedrige beziehungsweise rückläufige Pegelstände, insbesondere am Pegel Kaub (heute bei 85 cm – höchste KWZ Stufe), schränken die Binnenschifffahrt weiter ein und führen zu reduzierten Ladekapazitäten. Je nach Pegelstand können entsprechende Kleinwasserzuschläge anfallen. Bitte berücksichtigen Sie daher neben möglichen Verzögerungen in den Seehäfen auch zusätzliche wasserstandsbedingte Zuschläge in der Transportkalkulation.

Protest-Ankündigung in Rotterdam
Bitte rechnen Sie weiterhin mit Verzögerungen bei der Abwicklung Ihrer Sendungen.
Zusätzlich wurden für Freitag, 26. Juni 2026, und Samstag, 27. Juni 2026, Protestaktionen im Hafen Rotterdam angekündigt. Details zu Umfang und Auswirkungen sind derzeit noch nicht bekannt. Lokale Störungen sowie weitere Verzögerungen innerhalb der Transportkette sind jedoch möglich.
Wir beobachten die Situation aufmerksam und informieren Sie bei relevanten Entwicklungen.

Wichtiger Hinweis:
Verlässliche Aussagen zu Laufzeiten und Kosten sind derzeit nicht möglich. Zusätzliche Kosten (z. B. Demurrage, Detention, Storage oder Umroutungen) können nicht ausgeschlossen werden und gehen zu Lasten der Ware.

Vielen Dank für Ihr Verständnis. Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Ihr Streck Übersee-Team