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Wichtige Information zu Einschränkungen im Luft- und Seefrachtverkehr im Nahen Osten

Wichtige Information zu aktuellen Einschränkungen im Luft- und Seefrachtverkehr im Nahen Osten (Stand 21.04.2026)

Die Sicherheitslage im Nahen Osten bleibt weiterhin angespannt und hat sich in den vergangenen Wochen durch anhaltende militärische Aktivitäten sowie gezielte Angriffe auf Infrastruktur und Transportwege weiter verschärft. Besonders betroffen sind zentrale Korridore für den internationalen Luft- und Seeverkehr. Die Situation hat signifikante Auswirkungen auf globale Lieferketten zwischen Europa, Asien, Afrika und Australien und bleibt hochdynamisch.

Luftfracht:
Mehrere Lufträume in der Region sind weiterhin eingeschränkt nutzbar oder unterliegen kurzfristigen Sperrungen. Insbesondere die wichtigen Drehkreuze Dubai (DXB), Abu Dhabi (AUH) und Doha (DOH) operieren zwar grundsätzlich, sind jedoch regelmäßig von operativen Einschränkungen, Slot-Engpässen und kurzfristigen Anpassungen betroffen. Zusätzlich kommt es in Teilen von Israel, Iran, Irak, Syrien und Jordanien weiterhin zu temporären Luftraumsperrungen oder strengen Flugbeschränkungen.

Die Auswirkungen umfassen:
• kurzfristige Umleitungen von Flügen 
• verlängerte Transit- und Gesamtlaufzeiten 
• reduzierte Kapazitäten auf stark nachgefragten Routen 
• erhöhte Volatilität bei Frachtraten 
• eingeschränkte Planbarkeit von Transitsendungen

Auch nach kurzfristigen Entspannungen ist mit Verzögerungen durch aufgelaufene Rückstände zu rechnen.

Seefracht:
Die Sicherheitslage wirkt sich weiterhin erheblich auf zentrale maritime Handelsrouten aus. Besonders betroffen sind:
• die Straße von Hormuz 
• der Persische/Arabische Golf 
• der Golf von Oman 
• der Golf von Aden 
• das Rote Meer 
• Teile des östlichen Mittelmeers

Zusätzlich bleibt der Suezkanal weiterhin nur eingeschränkt bzw. unter erhöhten Sicherheitsauflagen nutzbar, was zu anhaltenden Umroutungen (z. B. via Kap der Guten Hoffnung) führt.

Die aktuellen Auswirkungen beinhalten:
• verlängerte Transitzeiten durch Umwege 
• kurzfristige Fahrplanänderungen und Auslassungen von Häfen (Port Skipping) 
• reduzierte Kapazitäten und Equipment-Engpässe 
• steigende Frachtraten und Zuschläge (z. B. Risiko- und Sicherheitszuschläge) 
• vereinzelte Buchungsstopps oder Annahmebeschränkungen durch Reedereien

Die Lage bleibt volatil, und weitere Eskalationen können zusätzliche Einschränkungen verursachen.

Unsere Maßnahmen:
• Laufende Prüfung und Nutzung alternativer Routings außerhalb kritischer Regionen 
• Priorisierung und enges Monitoring zeitkritischer Sendungen 
• Proaktive Abstimmung mit Airlines, Reedereien und lokalen Partnern 
• Transparente Kommunikation bei Änderungen und Abweichungen

Wichtiger Hinweis:
Bitte berücksichtigen Sie die aktuelle Lage bei Ihrer Versandplanung. Verlässliche Aussagen zu Laufzeiten und Kosten sind derzeit nur eingeschränkt möglich. Die Situation ist weiterhin als höhere Gewalt einzustufen. Zusätzliche Kosten (z. B. Demurrage, Detention, Storage oder Umroutungen) können nicht ausgeschlossen werden und gehen zu Lasten der Ware.
Für konkrete Sendungen erarbeiten wir gerne individuelle Lösungen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis. Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Ihr Streck Übersee-Team